Sport

Das Achtelfinale – Mein Update WM 2010

1. Halbzeit

Vor knapp einer Woche schrieb ich noch wie ereignislos und kreativlos mir die WM 2010 als nicht Fußballfan vorkommt. Nun kommt heute ein Update und wie es mit Updates sein sollte kommen einige Neuerungen.

Ok aber mal langsam, heute ist sonniges Wetter und was soll mich dazu bewegen als nicht Jünger des runden Leders in die Röhre zu Glotzen. Gut Deutschland – England, es geht ums Deathmatch und ist wie alle sagen ein Klassiker. Die Tour mit dem Fahrrad viel kürzer aus als erwartet und das Gewissen ist trotzdem beruhigt, schließlich möchte ich kein Couch-Potato sein.

Punkt 16 Uhr, weiter sonniges Wetter und ich vor der Kiste, bereue meine Entscheidung doch dann Fußballkunst vom feinsten, Spannung, Ballartistik, was war nur los. Meine Fingernägel graben sich ins Sofa ich jauchse, überschlage mich vor Begeisterung. Stopp! Was ist los ich bin kein Fan. Aber bei diesen skurrilen, spannenden Spiel brennen auch mir fast die Synapsen. 4:1(2), wie auch immer, dass wollte ich sehen. Oder so trocken wie Günter Netzer: Das war richtig erfrischend.

2. Halbzeit

Zugegeben ich schaue das Spiel nur wegen der kleinen, kompakten, agilen und charismatischen Koksnase Diego Maradona der wie kein anderer, väterlich mit seinen Spielern umgehen kann. Und mal sehen ob Lionel Messi Fußball vom feinsten zeigen kann.

Natürlich war ich zu verwöhnt vom Spiel zur besten Sonnenzeit aber das Spiel Mexiko – Argentinien ist keinen Kommentar wert, ich versuche es zu verdrängen und werde meine Erwartungen an guten Fußballspielen zurücksetzen und lieber ein Tier auf den Grill werfen.

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Die Fußball WM 2010 – Und wo bleibt die Begeisterung?

Jetzt sind noch die Vorrundenspiele und ich möchte nichts zu den aktuellen Ergebnissen der WM 2010 sagen, da gibt es sicherlich kompetentere sowie selbsternannte Fußballvisoren im Internet sowie in den restlichen Medien. Oh fast hätte ich die Stammtischgäste in den Sportbars vergessen. Ich muss zugeben vom Fußball habe ich soviel Ahnung wie von Ikebana. Gut nun ist  WM und ich freue mich, dass diese auf dem afrikanischen Kontinent stattfindet, wer denkt nicht als erstes an die Marasmus – Kinder wenn er Afrika hört und nun – der erste Gedanke Vuvuzela getute und Weltklasse-Fußball.

Leider ist es nicht ganz so einfach, das Südafrikanische Musikinstrument wurde fest, ob positiv oder negativ in unser Kollektivwissen implementiert aber mit der Ballartistik ist das so eine Sache. Es wird sehr Sicherheits betont und wenig kreativ gespielt so als würde Justitia über dem grünen Rasen wachen. Nur die letzten Minuten wenn noch mal der Testosteronspiegel steigt und ein Tor erzwungen werden muss,  kann  man schnell annehmen das alle Spieler ein Praktikum bei den Zulus hinter sich haben und die Akklimatisierung nur eine Ausrede war. Von Ballartistik und Virtuosität keine Spur, dass sieht ehr nach trockenen BWL aus.

Da hat die Rhetorik eines Günter Netzer vs. Gerhard Delling viel mehr Unterhaltungswert wie die 90+x Minuten Fußball.

Vielleicht habe ich auch keine Ahnung von Weltklasse-Fußball aber ein Fan des runden Leders werde ich nicht, oder vielleicht ändert sich meine Meinung noch bis zum 11. Juli – sind ja noch ein paar Tage. Schließlich läuft eine Menge Geld über den Rasen und ich hoffe das es kein Lehman Brothers revival gibt.

Und wenn doch alle enttäuscht sind und der Fußball abgeschafft wird oder nur ein Nieschendasein fristet, unser Ex-Kapitän sitzt im Trockenen.

Es lebe der Fußball!